Welche Leica hast du?
Leica-Kameras stammen von Ernst Leitz in Wetzlar. Das erste Serienmodell kam Mitte der 1920er-Jahre in den Handel, und die Familien sind leicht zu unterscheiden:
- Schraub-Leicas (Leica I, II, III und ihre Varianten): klein, verchromt, das Objektiv wird eingeschraubt. Gebaut von den 1920er- bis in die 1950er-Jahre.
- M-Kameras, ab der M3 von 1954 (M2, M4, M6 und spätere): Das Objektiv rastet per Bajonett ein, scharfgestellt wird mit dem Messsucher.
- Spiegelreflexkameras: die Leicaflex und die R-Serie, ein eigenes System mit eigenen Objektiven.
- Kompaktkameras, etwa die Minilux und die CM: kleine Autofokuskameras für 35-mm-Film.
Die Seriennummer ist in die Deckkappe graviert, bei Objektiven in den vorderen Ring. Sie verrät das Baujahr und ist das Erste, wonach ein Käufer fragt.
Was den Preis bestimmt
- Modell und Seriennummernbereich. Manche Jahrgänge und Versionen wurden nur in kleiner Stückzahl gebaut und sind gesucht.
- Der Verschluss. Laufen alle Zeiten, und sind die Tuchvorhänge älterer Kameras frei von Löchern?
- Der Messsucher. Decken sich die beiden Bilder bei unendlich, und ist der Sucher klar statt trüb?
- Das Glas. Schleier, Pilz, Linsentrennung oder tiefe Kratzer machen beim Preis eines Objektivs den größten Unterschied.
- Originalität. Originallack, Originalteile und Karton, Deckel und Papiere, falls noch vorhanden.
Gebrauchsspuren außen zählen viel weniger, als die meisten denken. Eine gebrauchte Leica, die funktioniert, ist mehr wert als eine makellos aussehende, die es nicht tut.
Wo du eine Leica verkaufen kannst
- Ein Leica Store. Leica veranstaltet Ankaufstage und kauft gebrauchte Leica-Produkte an, oft als Guthaben für neue Ausrüstung.
- Auf einer Auktion. Für seltene und frühe Stücke. Der Rekord gehört einer Leica: Die 0-Serie Nr. 105 wurde 2022 auf der Leitz Photographica Auction für 14,4 Millionen Euro verkauft.
- Ein Marktplatz. Meist der höchste Preis pro Stück, aber du fotografierst, beschreibst, beantwortest Fragen und verschickst, und das Risiko liegt bei dir, wenn etwas nicht stimmt.
- Ein Kamerahändler. Schnell und einfach, aber der Preis spiegelt die Kosten des Händlers wider.
- Unseend. Eine Schätzung für die Kamera samt Objektiven, bezahlt in deiner Währung, von überall aus.
So verkaufst du deine Leica an uns
Fotografiere die Kamera von vorne und von oben, die Seriennummer und jedes Objektiv gegen das Licht. Du bekommst eine Schätzung; innerhalb der EU schicken wir dir ein kostenloses Versandetikett, von außerhalb der EU vereinbaren wir zuerst den Preis und kümmern uns um Versand und Zollpapiere. Wenn sie ankommt, testen wir sie. Entspricht sie der Beschreibung, zahlen wir. Stellt sich etwas anders heraus, sagen wir es dir und vereinbaren entweder einen neuen Preis oder schicken alles kostenlos zurück. Seltene und teure Stücke beurteilt immer ein Mensch, von Hand.
Bevor du sie verschickst
- Reinige das Objektiv nicht und öffne nichts; das schadet oft mehr, als es nützt.
- Lass Deckel, Taschen und Kartons bei der Kamera.
- Nimm die Batterien aus Spiegelreflex- und Kompaktkameras.